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Wir räumen auf – mit Mythen rund um die Eingliederungshilfe

Sommerberger*innen klären auf über Mythen rund um die Eingliederungshilfe

Welche Vorstellungen haben Menschen eigentlich von der Eingliederungshilfe und oder von Menschen mit vielfältigen Bedarfen? Und was davon stimmt wirklich?

Diese Frage haben wir uns gestellt – und beschlossen, sie nicht allein zu beantworten. Denn niemand kennt die verbreiteten Annahmen und hartnäckigen Halbwahrheiten besser als die Menschen, die täglich in diesem Feld arbeiten.

Die Idee: ein Wettbewerb unter Sommerberger*innen

Im Frühjahr 2026 haben wir alle Mitarbeitenden der Eingliederungshilfe beim Sommerberg eingeladen mitzumachen: Welche Mythen begegnen euch in eurem Alltag immer wieder – und was stimmt wirklich? Gefragt waren nicht nur der Mythos selbst, sondern auch die Aufklärung dazu, in eigenen Worten.

Neun Beiträge sind eingegangen. Sie zeigen einen Ausschnitt dessen, womit Menschen mit Behinderung und ihre Begleiter*innen täglich konfrontiert sind: von gut gemeinten, aber herablassenden Annahmen bis hin zu schlichtem Unwissen, das echte Teilhabe erschwert.

Eine Jury aus Fachleuten und Persönlichkeiten aus unserer Region hat die sechs überzeugendsten Beiträge ausgewählt.

Prämiert wurden die sechs Mythen, die in einem kurzen Satz eine Aussage prägnant darstellen und mit der Aufklärung einen Nerv treffen. Dabei war auch noch wichtig, dass sich Mythos und Aufklärung als Postkarten-Spruch eignen würden. 

Das Ergebnis: sechs Postkarten

Die sechs Gewinnerbeiträge liegen jetzt in Postkartenkarten-Form vor. Jede zeigt einen Satz, der so oder so ähnlich wirklich gesagt oder vermutet wird – und auf der Rückseite, was wirklich dahintersteckt. Die Karten werden in unseren Einsatzgebieten in Rösrath, im Rheinisch-Bergischen Kreis und in Köln verteilt.

Sie sollen nicht belehren. Sie sollen innehalten lassen. Ein kurzes Stutzen, ein Nachdenken – und im besten Fall ein Gespräch.

Alle neun Beiträge zum Nachlesen

Auf unserer Themenseite haben wir alle eingereichten Mythen und ihre Aufklärungen zusammengestellt – nicht nur die sechs Gewinnerbeiträge, sondern alle neun. Denn jeder einzelne lohnt das Lesen. Dann teils auch mit etwas ausführlicheren Erklärungen.

Hier geht es zu den eingereichten Mythen rund um die Eingliederungshilfe

 

Teilt die Inhalte – und räumt selbst auf

Vorurteile halten sich hartnäckig. Aber sie verändern sich, wenn mehr Menschen darüber sprechen.

Wenn euch einer der Mythen bekannt vorkommt, wenn ihr ihn schon selbst gehört habt oder wenn die Aufklärung dazu jemanden in eurem Umfeld interessieren würde: Teilt die Beiträge. In der Familie, im Freundeskreis, in den sozialen Medien.

Jedes Gespräch, das entsteht, ist ein kleiner Schritt in Richtung mehr Verständnis und auch mehr echter Teilhabe.

 

Bild.: Ein Teil unserer Jury zur Preisverleihung der prämierten Einreichungen bei uns am Sommerberg. V.l.n.r.: Kitty Gersmeier, Regionalleitung AWO der Sommerberg für Tagesstruktur und Assistenz, Thomas Bonk, Abteilungsleiter Altenhilfe | Eingliederungshilfe | Fördermittel AWO Bezirksverband Niederrhein e.V., Tanja Osterhoff, Geschäftsführung AWO Der Sommerberg und Harun Tastekin, Regionalleitung Wohngemeinschaften und Tagesstruktur, AWO Der Sommerberg. Es fehlt der Bürgermeister der Stadt Rösrath, Yannik Steinbach, der ebenfalls in der Jury vertreten war.

 

Jury des Mythos-Wettbewerbs Karten mit Mythen der Eingliederungshilfe
Jury des Mythos-Wettbewerbs Karten mit Mythen der Eingliederungshilfe